Dienstag, 19. Januar 2010

6.10.1754

Liebes Tagebuch,
manchmal habe ich das Gefühl, dass Lorenz mich nicht liebt, sondern ich einfach nur ein Zeitvertreib bin. Im Moment weiß ich nicht einmal mehr, ob ich ihn liebe, oder je geliebt habe, natürlich habe ich sehr starke Gefühle für ihn doch ob es wirklich Liebe ist?! Ich habe ihn gestern beim jagen gesehen, mit einer anderen Frau. Sie lagen eng umschlungen im Schatten der Bäume, doch selbstverständlich konnte ich sie trozdem sehen. Es war als würde mir jemand das Herz heraus reißen, auch wenn meines nicht mehr schlägt, waren das die größten Schmerzen, die ich je erfahren musste. Dies alles geschah vor genau 3 Tagen. In jener Nacht habe ich Jack das erste mal gesehen. Wenn ein Vampir einen Menschen beißt und dessen Blut ihm so gut schmeckt, dass er darauf nie wieder verzichten möchte, lässt er diesen Menschen leben und sich erhohlen, um zwei, drei Tage später erneut von ihm zu trinken. So ein Mensch ist Jack für mich geworden doch ist er das genaue Gegenteil von Lorenz. Er hat braune Haare und eine Augenfarbe, die ich nicht beschreiben kann. Als er mich das erste mal ansah, war ich noch die Jägerin die ihn töten wollte doch nun bin ich seine Geliebte. Seit jener ersten Nacht treffen wir uns regelmäßig. Ich bin jede Nacht bei ihm und genieße die Tatsache, dass er mir nicht wiederstehen kann. Nur muss ich ihm wiederstehen, entweder ich mache ihn zum Vampir oder ich muss ihn töten so lautet das ungeschriebene Vampirgesetz, ein Mensch darf nur 7 Tage von unserer Existens wissen, dann wird er verwandelt oder getötet. Leider bezweifele ich, dass ich ihn verwandel werde, er hat mich zwar schön von Lorenz und dem Schmerz abgelenkt, doch ist die Liebe zu ihm eine ganz andere. Meine Liebe zu Jack ist wie das Laub in den Wäldern, die Zeit verändert es, aber meine Liebe zu Lorenz ist wie die standhaften Felsen darunter, sie werden immer bestehen bleiben. Jetzt brauche ich aber erst ein wenig Schlaf in meinem Seidernen Bett um über all dies nachzudenken.
In Liebe Sisi

Sonntag, 3. Januar 2010

1.10.1754

Liebes Tagebuch,
ich habe mich von dem Angriff inzwischenzeit völlg erhohlt. Das Vampirblut, hat heilende Kräfte und lässt den Körper sich selbst heilen. Wir haben heute, da ich wieder fit bin, lange über die Vampirjäger geredet, auch darüber wie sie sich in den letzten Jahrhunderten verändert haben. Anfangs war alles noch harmlos und sie haben nur vermeindlichen Vampiren, also Leichen bei dennen sie dachten, dass sie Vampire sein könnten, entweder zerstückelt, verbrannt, den Kopf abgehackt, Kruzifixe, Knoblauch oder Weihwasser mit ins Grab gegeben. Aber nach und nach haben sie uns gejagt, sie versuchten uns mit ganz gewöhnlichen Holzpflöcken zu durchboren und zu töten, als einzigsten Schutz hatten sie Knoblauch und Kruzifixe, doch die Zeiten änderten sich und sie begannen mit silbernen Pflöcken zu experimentieren, was tötlich für jeden Vampir endet. Lorenz beruhigte mich jedoch, er meinte der Glaube ist das, was die Menschen dazu treibt Vampire zu jagen, in ein paar hundert Jahren, was für Vampire ja keine lange Zeit ist, wird kaum noch einer an unsere Existens glauben. Damit sagt er ja auch, dass die Menschen ihren Glauben verlieren werden und Gott tot sein wird, naja für mich gab es noch nie einen Gott, nie hat eine höhere Macht etwas Schreckliches verhindert, von demher ist das vielleicht besser so. Ferdinant meint wir müssen meinen Nahkampfstiel verbessern, wo er recht haben könnte, gegen einen einzelnen komme ich gut an aber sobald es mehrere sind wird es kritisch. Nun er hat mir auch gleich eine neue Technik gezeigt, es ist viel leichter jemandne zu töten, wenn man hinter besagter Person steht und da Vampire um einiges schneller sind als Sterbliche ist das kein Problem ich muss nur immer schnell sein und darf mich nicht nocheinmal täuschen lassen sonst könnte es das zweitemal ins Auge gehen. Nun werde ich die letzten Stunden der Nacht noch mit meinem Geliebten verbringen, musste er doch wegen meiner Dummheit so lange auf mich verzichten und ich auf ihn, ich bin einfach so unendlich froh, dass ich ihn habe, dieses wunderbare Gefühl, kann mir keiner mehr nehmen.
In Liebe Sisi

29.09.1754

Liebes Tagebuch,
ich konnte so lange keinen Eintrag mehr verfassen, da ich fast gestorben, falls man dies so nennen kann, wäre. Ich hatte einen kleinen Streit mit Lorenz es ging darum, dass ich weiterhin in einem Sarg schlafen wollte und nicht mit ihm ein Bett teilen wollte, dies war mir einfach zu normal. Daraufhin, um mich zu beruhigen und ihm ein wenig Freiraum zu lassen, habe ich mich auf den Weg in den Wald gemacht um mir einen kleinen Snak zu gönnen, als ich plötzlich mehrere Herzschläge vernahm, diese kamen mir wie gerufen, hatte ich doch solchen Hunger. Doch als die 7 Männer gerade bei mir waren spürte ich, dass sie keinerlei Angst oder Anziehung für mich empfanden, was sehr selten war, ich schien in ihnen rein gar keine Gefühle zu erwecken. Dies an sich hätte mich schon zur Flucht treiben sollen, doch war ich einfach noch zu unerfahren. Einer der Männer umkreiste mich bedrohend und kam dabei immer näher und näher, als er direkt vor mir stand und ich ihn beisen wollte rammte er mir mit den Worten: "Ruhe in Frieden du untote Schlampe!" einen Silberpfahl in den Magen, die Stelle brannte schlimmer wie Feuer und ich begann mich zu wehren, doch ich war einfach zu blutleer um gegen diese Männer zu kämpfen. Immerwieder trafen mich ihre Pflöcke, doch glücklicherweiße durchborte keiner mein Herz. Das letzte an das ich mich erinner kann ist, dass ich bewusstlos wurde und dachte, dass mein Dasein nun entgültig beendet wurde. Alles andere weiß ich nur durch die erzählungen der anderen, Lorenz machte sich große Sorgen um mich und brach mit den andern auf um mich zu suchen. Er war der erste, der bei mir war, mich halbtot, auf dem Waldboden mit Pflöcken durchbort liegend, auffand, er sagte er habe geweint, da er dachte ich sei tot. Er hat vorsichtig die 14 Pflöcke aus meinem Körper gezogen und die anderen gerufen, sie sollten meine Leiche auf die Residenz schaffen, während er meine Mörder zur strecke brachte. Er fand sie ziemlich leicht, da alles um mich herum nach ihnen gestunken hatte, einen nach dem anderen schlachtete er ab und kehrte sehr erschöpft zu mir zurück, als er da war, teilten Ferdinant und Dawn ihm mit, dass ich noch am Leben war und nur viel Ruhe und vor allem Dunkelheit und Vampirblut brauchte. Nach langer Zeit der Ruhe kam ich wieder zu mir, das erste was ich in dieser Nacht sah, war des tränengetränkte Gesicht meines Liebsten. Als ich alleine aufstehen konnte baten er und die anderen mich, ihnen zu erzählen was denn im Wald vorgefallen sei, ich tat wie mir befohlen und erkannte, dass ich noch sehr viel Glück gehabt hatte. Warum ich so viel Glück hatte und was es mit dem Vampirblut auf sich hat erkläre ich dir wenn ich wieder kräftiger geworden bin, ich brauche noch immer viel mehr Blut als die anderen, doch inzwischenzeit tut es auch Menschenblut.
In Liebe Sisi