Liebes Tagebuch,
nun bin ich schon 5 Tage, naja eher Nächte, eine Vampirin, langsam gewöhne ich mich an all das Ungewöhnliche in meinem neuen Dasein, ich bin nur froh, dass Lorenz da ist, denn das Lernen mit Ferdinant fällt mir noch sehr schwer ich habe meinen eigenen Willen und will mich ihm nicht unterorden, daran werde ich mich aber gewöhnen müssen, er bringt mir jedoch nur Kerndinge bei, wie das Verwandeln, auch die ein oder andere Flugstunde konnte ich schon genießen, die Landungen jedoch waren meist sehr schmerzhaft, doch das Vampirblut, welches nun in meinen
Adern fließt lässt Wunden heilen, und das schneller als ich dachte, auch meine Augen sind um einiges besser geworden ich sehe besser als früher bei Tag, dies freut mich natürlich besonders, da die Nacht schon immer etwas Besonderes für mich war. Die intiemeren Dinge wie da Saugen jedoch bringt mir mein Geliebter Lorenz bei, ich habe nun auch schon mein erstes Menschenleben auf dem Gewissen, doch davon merke ich nichts, keine Gewissensbisse, wie ich es befürchtete, alles eigentlich ganz harmlos. Die Tage in meinem Sarg, welchen Dawn mir besorgt hat sind ruhige Tage, früher habe ich auch die meiste Zeit vom Tag im Bett verbracht, doch nie habe ich so wundervoll geschlafen. An meiner alten Familie hänge ich nicht mehr, sie exestiert nicht mehr, dafür bewundern mich die drei, sie konnten sich nicht so gut losreißen, wobei sie auch nicht die gleichen Verhältnisse zu den Ihren hatten. Meine Mutter...naja sie war ein Fall für sich, mein Vater hatte immer schlagkräftige Argumente und meine Schwester, ja sie ist die einigste die ich ein wenig vermisse, doch das lasse ich mir natürlich nicht anmerken. Was mich noch ziemlich trifft ist die Tatsache, dass Lorenz seine Gefühle mir gegenüber nie zeigt, wenn die anderen dabei sind. Immer sind sie gleichgültig zueinander sogar Dawn und Ferdinant die nun schon seit 398 Jahren ein Paar sind. Keinerlei Emotionen, obwohl sie fühlen, ich spüre ihre wahren Gefühle sehr stark, manchmal machen sie mir Angst. Doch sobald Lorenz und ich alleine sind kommt er auf mich zugestürmt und küsst mich als gäbe es kein Morgen mehr, er sagt mir, wie sehr er mich liebt und dass er ohne mich nichtmehr exestieren kann. Ich habe ihn gefragt, warum er das vor den anderen nicht zeigt, vielleicht, weil ich eine Neugeborene bin? Er sagte, dass Vampire untereinander Gefühle wie Liebe niemals zeigten, denn dies sei der einzigste Punkt indem sogar ein Vampir verwundbar sei. Als ich ihm sagte, dass ich trozdem wisse was die anderen und auch er fühlten beglückwünschte er mich zu meiner dunklen Gabe, er meinete mit ein wenig Übung kann ich wahrscheinlich die Taten anderer Menschen und Vampire so beeinflussen, dass sie keine andere Wahl hatten als zu tun, was ich wünsche. Aber der Morgen bricht bald herein und ich muss mich niederlegen in mein seidiges Bett und zur Ruhe gehen.
In Liebe Sisi
Samstag, 19. Dezember 2009
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